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Malteser Waischenfeld

Fortbildung zur modernen Traumaversorgung

Malteser Rescue Day 4.0

07.11.2018
Volles Haus beim Malteser Rescue Day 4.0
Anschasulich erklärt Daniel Müller das Anlegen der Beckenschlinge, welche eine wichtige Rolle bei der Traumaversorgung spielt
Bildhaft erklärt Petra Keller die Anatomie des Brustkorbes
Erfolgreiche Thoraxentlastung an einem Schweinerippenstück
Versorgung einer stark blutenden Wunde
Die stark blutende Wunde wird austamponiert um die Blutung zu kontrollieren
Andreas Wittich erklärt die Möglichkeiten der Immobilisation beim Traumapatienten

Am 03.11.2018 fand zum wiederholten Male der „Malteser Rescue Day 4.0“, ein Ausbildungssamstag der Malteser in Waischenfeld, statt. Ausbildungsschwerpunkt dieser Fortbildungsveranstaltung war die moderne Schwerverletztenversorgung.

Zuerst wurden die Kollegen in den theoretischen Grundlagen geschult. Danach trainierten die Teilnehmer in mehreren praktischen Stationen die Versorgung und Behandlung von polytraumatisierten Patienten.

Unter Polytrauma versteht man mehrere gleichzeitig erlittene Verletzungen verschiedener Körperregionen, bei denen mindesten eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist/sind. Hierzu zählen z.B. Amputationsverletzungen, Stürze aus großer Höhe, Verkehrsunfälle mit hoher Geschwindigkeit, stark blutende Wunden sowie Unfälle zwischen Personen und Kraftfahrzeugen.

Das Ausbildungsteam erarbeitete verschiedene Workshops in denen die Haupt- und ehrenamtlichen Helfer gefordert waren.

An Station 1 wurde der Fokus auf das Airwaymanagement bei Traumapatienten gelegt. Um realistische Übungsbedingungen zu schaffen, trainierten die Teilnehmer die Thoraxentlastungspunktion sowie die Thoraxdrainage an Schweinerippen.

Station 2 stand unter dem Motto „Stop the Bleeding“ und schulte die Helfer in modernen Blutstillungsmaßnahmen wie Wound Packing, Tourniquet und Beckenschlinge.

Bei Station 3 wurde der sichere Umgang mit Schaufeltrage, Spineboard und KED-System geübt um verletzte Personen entsprechend ihrer Verletzungen stabilisieren und transportieren zu können.

Um die Theorie und das in den Workshops Erlernte zu festigen, absolvierten die Teilnehmer noch praktische Fallbeispiele. Dabei wendeten sie die Techniken der rund sechs stündigen Fortbildung nochmals an.

Am Ende des Ausbildungsnachmittages zogen die 24 Helfer und Dozenten ein positives Resümee der Veranstaltung und freuen sich auf die nächste Auflage des Malteser Rescue Days im Frühjahr 2019.

Bild/Text: Huppmann K., Müller D., Hartmann M.

 

 

 

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