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Malteser Waischenfeld

Praktische Übung zum Thema "Besonderheiten beim Bus Unfall"

25.08.2018
Mit Holzkeilen sicherte die Feuerwehr den Bus und hab ihn anschließend mit Hebekissen an.
Während die Feuerwehr den Bus sicherte bereitete der Rettungsdienst sein Versorgungsmaterial vor.
Sobald der Buss angehoben und gesichert war, kümmerten sich die Malteser um die Versorgung des Patienten.
Viel Anstrengung und Improvisation ist hier gefragt. Eine bewusstlose Person musste im Bus versorgt und anschließend nach außen gebracht werden.

Zu einer interessanten und spannenden Übung lud uns die Freiwillige Feuerwehr Waischenfeld ein.

Hier wurde auf die Besonderheiten bei Unfällen mit Bussen eingegangen. Fabian Linhardt, selbst Feuerwehrmann und Juniorchef eines ortsansässigen Bus- und LKW Unternehmens, erklärte anschaulich die Strukturen eines Reisebusses. Wie kann man die Türen Not entriegeln, wo befindet sich der Notausschalter um den Motor abstellen zu können und viele weitere technische Details wurden erläutert.

Bei der praktischen Übung galt es eine Person, die unter der Hinterachse eines Reisebusses eingeklemmt war, zu retten und medizinisch zu versorgen.

Die Feuerwehr sicherte den Bus und brachte ihr technisches Equipment zum Einsatz. Mit Hölzern und Keilen unterbauten die freiwilligen Helfer den Bus und hoben diesen mittels Hebekissen an. Sie stabilisierten den Reisebus gegen Wegrutschen und Absacken, damit eine zügige und sichere Rettung der eingeklemmten Person durchgeführt werden konnte.

Die Malteser begannen unverzüglich mit der Versorgung des Patienten. Mittels Spineboard befreiten sie die Person und starteten mit der Traumaversorgung. Eine stark blutende Beinwunde wurde mit einen Tourniquet abgebunden. Das Beckentrauma stabilisierten die Helfer mittels einer Beckenschlinge. Nach der Erstversorgung des Patienten und Sicherung des Kreislaufes mit Infusionen wurde die Person in den Rettungswagen verbracht.

Bei einem weiteren Übungsszenario galt es eine verletzte oder bewusstlose Person aus dem hinteren Teil des Busses zu retten. Aufgrund des engen Mittelgangs musste die Person aus der vorletzten Reihe über die vordere Türe gerettet werden. Dies zeigte, dass die engen Platzverhältnisse in Reisebussen eine unkonventionelle Einsatztaktik erfordern.

Wir bedanken uns herzlich bei der Feuerwehr Waischenfeld für die Einladung.

Text/Bilder: Matthias Hartmann

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