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Malteser Waischenfeld

Rettungskräfte mit Kohlenmonoxid - Warngerät ausgerüstet

Warngerät wird flächendeckend für alle Rettungsmittel beschafft.

05.12.2016
Das CO-Warngerät wird entweder frei an der Einsatzkleidung getragen oder außen am Rettungsrucksack befestigt.

In der Vergangenheit ist immer wieder von Kohlenmonoxid Vergiftungen innerhalb von Räumen zu lesen, die in keinem Zusammenhang mit einem Schadenfeuer standen. Das giftige Kohlenmonoxid Gas ist sowohl farb- als auch geruchslos. Kohlenmonoxid (CO) wird hauptsächlich über die Atemwege aufgenommen und schränkt die Fähigkeit des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ein, Sauerstoff zu binden und zu transportieren. Folgende Vergiftungssymptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Brustschmerzen, Atemstörungen, Arrhythmien, Krampfanfälle, Herz/Kreislaufstillstand bis hin zum Tod können auftreten.

Da die Rettungskräfte das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid weder sehen noch riechen können sind die Rettungskräfte in Waischenfeld ab sofort mit einen CO Warngerät ausgestattet. Flächendeckend beschafft der Rettungsdienst in Bayern Kohlenmonoxid-Melder die die Einsatzteams an der Einsatzkleidung oder zum Beispiel am Notfallrucksack tragen. Die Befestigung am Rucksack hat den Vorteil, dass das CO-Messgerät immer mitgeführt werden kann, es die Einsatzkräfte aber nicht zusätzlich behindert. Der CO-Melder überwacht ständig die Umgebungsluft und gibt bei erhöhter Konzentration an Kohlenmonoxid einen Alarm ab. Je nach CO-Konzentration, die im Display mit dem Wert parts per million (ppm) angezeigt wird, gibt es verschiedene Verhaltensregel bzw. Maßnahmen für die Rettungskräfte. Bei CO-Werten über 200 ppm gilt sofortige Patientenrettung unter Beachtung des Eigenschutzes, Feuerwehr mit umluftunabhängigem Atemschutz nachalarmieren und Raum sofort verlassen. Werte über 500 ppm dürfen dann ohne Atemschutz nicht mehr betreten werden.

Eine ausführliche Schulung und Einweisung über die Wartung und Pflege sowie über die Kalibrierung des CO-Melder absolvierten zwei Helfer der Waischenfelder Malteser in der Dräger Academy in Nürnberg. Das Warngerät muss täglich vor Dienstantritt in einer Prüfstation auf Funktion getestet werden.

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